Alte Herren - Aktuelles

13. September 2026

Kleinfeld-Turnier in Klein-Gerau

Steigerungslauf ohne Happy End – Worfelden zahlt Lehrgeld, zeigt aber Moral

Ein starker Schlussakkord und spürbare spielerische Reife – die Alten Herren der TSG Worfelden präsentierten sich beim Kleinfeldturnier des SV Klein-Gerau von Partie zu Partie gefestigter. Trotz couragierter Auftritte stand am Ende eines engen Fünfer-Feldes der fünfte Rang zu Buche, doch der Gesamteindruck macht Mut.

Hektischer Auftakt gegen die Gastgeber

Zum Auftakt gegen den gastgebenden SV Klein-Gerau merkte man den Worfeldern die fehlende Feinabstimmung an. Die Partie verlief über weite Strecken ausgeglichen, überhastete Aktionen und mangelnde Ruhe im Passspiel verhinderten jedoch einen geordneten Spielaufbau der TSG. Folgerichtig nutzte der SV eine Unaufmerksamkeit zur Führung. Zwar erarbeitete sich Worfelden im Anschluss vereinzelte Abschlüsse, die nötige Präzision im letzten Drittel fehlte aber und besiegelte die 0:1-Auftaktniederlage.

Bohnenstengel glänzt gegen spielstarke SKG

Im zweiten Duell wartete mit der SKG Bickenbach der erwartet schwere Brocken. Der Favorit überzeugte sofort mit hoher physischer Präsenz und ballsicherem Aufbau. Worfelden hielt defensiv deutlich strukturierter dagegen und ließ das Spielgerät besser durch die eigenen Reihen laufen, musste nach einem präzise vorgetragenen Angriff der SKG jedoch das 0:1 hinnehmen.

Die TSG verpasste die direkte Antwort, als Jan Tulke Nelson Rajakumar im Sechzehner freispielte, dessen Drehschuss am gegnerischen Schlussmann scheiterte. In der Schlussphase drückte Bickenbach auf die Vorentscheidung, doch TSG-Rückhalt Volker Bohnenstengel hielt sein Team mit mehreren Glanzparaden im Spiel und verhinderte eine höhere Niederlage.

Bittere Nackenschläge nach Traumtor

Gegen die SKG Wallerstädten zeigte die TSG ihr spielerisch bestes Gesicht der Anfangsphase mit dominantem Ballbesitz, sauberen Stafetten im Mittelfeld und guten Chancen. Ein klassischer Konter brachte Worfelden jedoch aus dem Nichts ins Hintertreffen, als der gegnerische Stürmer die Abwehr austanzte und einschob.

Die Moral der TSG blieb intakt. Patrick Bhandari trieb das Leder über die linke Seite nach vorn, zog vor dem Sechzehner ins Zentrum und traf mit einem strammen, platzierten Distanzschuss unhaltbar ins rechte Eck zum vielumjubelten 1:1. Kurz vor dem Ende folgte die tragische Szene der Partie. Bei einem Klärungsversuch im Strafraum wurde ein von hinten anlaufender Gegenspieler unglücklich getroffen. Den fälligen Strafstoß verwandelte Wallerstädten trocken zum extrem bitteren 1:2-Endstand.

Rajakumar trifft zum verdienten Schlusssieg

Im abschließenden Turnierspiel gegen den SV 07 Geinsheim übernahm Worfelden sofort das Kommando. Defensiv ließ das Team nichts anbrennen, vorn fehlte zunächst noch der Punch. Die Erlösung brachte eine Co-Produktion. Erneut kurbelte Bhandari über links an und bediente Rajakumar am Sechzehner. Dieser nahm den Ball an, trieb ihn nach rechts und setzte einen platzierten Ball in Richtung langes Eck. Gedacht als scharfer Passversuch für eine Fußspitze des eingelaufenen Stürmers, segelte die Kugel an Freund und Feind vorbei an den linken Innenpfosten und von dort zum 1:0 ins Netz.

In den Schlussminuten warfen sich die Worfelder in jeden Zweikampf. Bohnenstengel parierte erneut weltklasse, während René Berz einen brandgefährlichen Abschluss in letzter Sekunde abblockte, um den verdienten Dreier einzutüten.

Am Ende schließt die TSG Worfelden das Turnier auf dem fünften Tabellenplatz ab – ein Ergebnis, das gemessen am knappen Spielverlauf und der Entwicklung innerhalb der Partien deutlich zu streng ausfällt. Die mannschaftliche Geschlossenheit, die herausragende Verfassung von Keeper Volker Bohnenstengel sowie die spielerische Steigerung von Spiel zu Spiel zeigen eindeutig, dass die Richtung stimmt.

9. Juni 2026

Raik Hohmann Cup

Ein besonderer, emotionaler Programmpunkt startete am Sonntagnachmittag des Pfingstfests 2026: Das diesjährige Gehfußball-Turnier, welches ganz im Zeichen des Gedenkens an Raik Hohmann stand, der Ende letzten Jahres völlig unerwartet verstorben ist. Raik war jahrelang Teil des Vorstandes der TSG und hat sich auf sehr menschliche und herzliche Art immer für den Verein eingebracht. Er hat den Gehfußball für Worfelden entdeckt und mit großem Engagement eine erfolgreiche Mannschaft aufgebaut. Somit war der Entschluss schnell gefasst, ihm dieses Turnier zu widmen!

Als Teilnehmer konnten Eintracht Frankfurt, Viktoria Dieburg und die SG Leeheim-Erfelden/St. Stephan gewonnen werden – alles Teams, zu denen Raik eine freundschaftliche Verbindung hatte. Hinzu kamen zwei teilnehmende Teams der TSG Worfelden, auch das ein Zeichen für Raiks erfolgreiche Arbeit. Und so konnte bei 30 °C ein überaus faires und spannendes Turnier starten, das am Ende die SG Leeheim-Erfelden/St. Stephan mit nur einem Tor Vorsprung auf die TSG 1 gewann und am Ende den Pokal überreicht bekam. Alle waren sich danach einig, dass dieses Turnier auch nächstes Jahr stattfinden sollte.

1. Juni 2026

AH-Fahrt 2026 nach Erfurt

Von 29.05.26 – 31.05.26 fuhren 23 Alte Herren der TSG Worfelden nach Erfurt um ein schönes Wochenende zu verbringen. Los ging es am Freitag um 7:28h mit dem Bus von Worfelden an den Bahnhof GG Dornberg. Von GG-Dornberg nach FFM Hauptbahnhof und von dort weiter mit dem ICE nach Erfurt. Nach dem Zimmerbezug im Hotel gegen Mittag ging es auch gleich los mit einer ersten Erkundungstour. Ein Biergarten in der Nähe wurde gleich in Beschlag genommen bis zu unserem ersten Termin einer Stadtführung. Tour Guide Rene Schulz zeigte die nähere Umgebung und gab sehr gute Erläuterungen zur 216.000 Einwohner zählen den Stadt. Am Abend erwartete uns das Restaurant „Christoffel“, wo man uns bei deftigem Essen fürstlich bediente. Schöne Gespräche und das ein oder andere Kaltgetränk ließen den ersten Tag ausklingen.

Am Samstag standen zwei weitere Stadtführungen auf dem Programm. Los ging es am Vormittag auf der Petersberger Zitadelle. Über Erbau, Besitz, Belagerungen und Angriffen ging es bis in dieHorchgänge, die den herannahenden Feind erhören und abwehren sollten. Unser Guide verstand es die vielen Informationen auf eine spannende, verständliche und humorvolle Art an uns Zuhörer zu vermitteln. Eine weitere Führung am Nachmittag beinhaltete berühmte Gebäude der Stadt, sowie deren jüdische Geschichte. Der Begriff der Mikwe wurde erläutert und eine solche auch besichtigt. Super gemacht Rene. Am Abend standen im Restaurant „Zum goldenen Schwan“ Tische und ein gutes Abendessen bereit um das Erlebte noch einmal Revue passieren zu lassen. 

Am Sonntag ging es nach einem guten Frühstück im Hotel weiter zu einem zünftigen Frühschoppen, bevor es am Nachmittag vom Bahnhof Erfurt wieder Richtung Heimat ging. Kleinere Zugverspätungen behinderten eine frühere Ankunft zu Hause aber wie sagt man so schön. „Der Weg ist das Ziel“. Es war wieder eine sehr schöne Reise. Vielen Dank an die beiden Organisatoren Christopher Klink und Andreas Klippel. Wohin uns der Ausflug im nächsten Jahr führt steht noch in den Sternen.